Datum: Mo, 07.04.2008
Autor: Redaktion Wuncity
Filmpremiere
Man muss wissen, woher man kommt, damit man weiß, wohin man geht
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NEUSTADT. Im Oktober 2007 machten sich Angehörige der jüdischen Familie
Steinberg/Sternheim aus Argentinien, Brasilien, der Schweiz und
Deutschland auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln. Sie besuchten
Hannover, Neustadt am Rübenberge, Emden und Berlin.
Bis in die 1920er Jahre war Neustadt am Rübenberge das Zentrum der weit
verzweigten Familie. Hier traf man sich zu Festen, hier wurden auf dem
Friedhof der Synagogengemeinde die Toten beerdigt. In Neustadt,
Hannover und Emden betrieben verschiedene Zweige der Familie gutgehende
Konfektions- und Modegeschäfte. Berühmt war das große Kaufhaus
„Sternheim & Emanuel“ in Hannover. Mit dem Beginn der NS-Diktatur
wurde die Familie genau wie die übrige jüdische Bevölkerung
diskriminiert und verfolgt, die Geschäfte wurden systematisch ruiniert
und schließlich „arisiert“. Ein Teil der Familie konnte emigrieren, ein
anderer Teil wurde in die Vernichtungslager deportiert und ermordet.
Nachfahren der Emigrierten wollten die Orte kennen lernen, in denen
ihre Vorfahren seit Generationen gelebt hatten und aus denen sie
schließlich vertrieben wurden.
Begleitet wurden sie auf dieser Reise in eine schmerzliche
Vergangenheit von Schülerinnen und Schülern der Kooperativen
Gesamtschule Neustadt, die über den Besuch einen Film drehten.
Filmpremiere:
Mittwoch, 7.Mai 2008, 19.30 Uhr
Neustadt am Rübenberge, Kino der VHS Hannover-Land, Suttorfer Str. 8
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