Sonntag, 05.02.2012
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Man muss wissen, woher man kommt, damit man weiß, wohin man geht PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von Redaktion Wuncity   
Montag, 7. April 2008

NEUSTADT. Im Oktober 2007 machten sich Angehörige der jüdischen Familie Steinberg/Sternheim aus Argentinien, Brasilien, der Schweiz und Deutschland auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln. Sie besuchten Hannover, Neustadt am Rübenberge, Emden und Berlin.

Man muss wissen, woher man kommt, damit man weiß, wohin man geht

Bis in die 1920er Jahre war Neustadt am Rübenberge das Zentrum der weit verzweigten Familie. Hier traf man sich zu Festen, hier wurden auf dem Friedhof der Synagogengemeinde die Toten beerdigt. In Neustadt, Hannover und Emden betrieben verschiedene Zweige der Familie gutgehende Konfektions- und Modegeschäfte. Berühmt war das große Kaufhaus „Sternheim & Emanuel“ in Hannover. Mit dem Beginn der NS-Diktatur wurde die Familie genau wie die übrige jüdische Bevölkerung diskriminiert und verfolgt, die Geschäfte wurden systematisch ruiniert und schließlich „arisiert“. Ein Teil der Familie konnte emigrieren, ein anderer Teil wurde in die Vernichtungslager deportiert und ermordet.

Nachfahren der Emigrierten wollten die Orte kennen lernen, in denen ihre Vorfahren seit Generationen gelebt hatten und aus denen sie schließlich vertrieben wurden.

Begleitet wurden sie auf dieser Reise in eine schmerzliche Vergangenheit von Schülerinnen und Schülern der Kooperativen Gesamtschule Neustadt, die über den Besuch einen Film drehten.

 

Filmpremiere:

Mittwoch, 7.Mai 2008, 19.30 Uhr
Neustadt am Rübenberge, Kino der VHS Hannover-Land, Suttorfer Str. 8

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