Dienstag, 07.02.2012
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HAUS - HALT - HILFE PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von Redaktion Wuncity   
Samstag, 20. September 2008

WUNSTORF. Am 30. Septemberum 19.30 Uhr wird in der Abtei der Dokumentarfilm "HAUS - HALT - HILFE" gezeigt. Veranstalter sind die Stadt Wunstorf und der Arbeitskreis Asyl Wunstorf.

Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Gespräch mit der anwesenden Autorin und Regisseurin Petra Valenti. Der Eintritt ist frei.

 

Haus Halt Hilfe

 

Inhalt:

„Das Schlimme an der Hausarbeit ist, dass sie nie aufhört, nie zu Ende ist.“ Ulla H. putzt in fremden Haushalten, bräuchte aber eigentlich selbst im eigenen Haushalt Hilfe. Es bezeichnet eine der Lebenssituationen von sieben Hausangestellten aus dem Film HAUS - HALT - HILFE .

 

Maria G. und der Lehrer Jed S. von den Philippinen, Margaret W. aus Polen, Pia St. aus Hessen und das AuPair-Mädchen Delia V. aus Peru betreuen Kinder, machen sauber, bügeln und pflegen Gärten. Während arbeitgebende Familien
sich von der Hausarbeit entlasten können, bleibt den Haushaltshilfen, überwiegend Migrantinnen, diese Tätigkeit oft als einzige Erwerbs- und Existenzmöglichkeit und trennt sie häufig von ihren eigenen Familien.

Die Philippinin Maria G. hat keine Aufenthaltsgenehmigung und lebt in ständiger Angst, aufgegriffen und ausgewiesen zu werden. Ihre Tochter hat sie als 3 Monate altes Kind zu Hause gelassen und konnte sie seitdem 13 Jahre lang nicht sehen.

Delia V. arbeitet als Aupair-Mädchen. Da ihr abgeschlossener Vertrag nicht eingehalten wird, löst sie sich aus den unzufrieden stellenden Bedingungen und sucht eine neue Gast-Familie. Der Film begleitet sie in ihrem Entscheidungs-
prozess und bei ihrem Umzug in eine Familie, mit der sie diesmal ausgesprochen gute Erfahrungen macht.

Die in familiennahen Dienstleistungen Arbeitenden möchten respektiert und gesellschaftlich anerkannt werden.. „Putzen ist eine Kunst“, sagt Margaret W.mit gewissem Stolz und Pia St.: „Ich weiß was ich wert bin, was meine Arbeit wert
ist und ich seh überhaupt nicht ein, dass ich den ‚Duckmäuser’ machen muss, nur
weil ich putzen geh“.

Zwischen Selbstbewusstsein, Humor, Selbstbehauptung, Ausgeliefertsein und Trennungsschmerz entwickelt der Film ein facettenreiches Bild vom Mikrokosmos Privat-Haushalt. HAUS - HALT - HILFE arbeiten im fremden Alltag, eine
Würdigung einer Tätigkeit, die verborgen in privaten Haushalten stattfindet und zugleich ein Appell für menschenwürdige Bedingungen für die dort Beschäftigten.

 

Einen Trailer gibt es hier .
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