
Inhalt
Adriennes
(Diane Lane) Leben ist nicht mehr das selbe seit ihr Mann vor sieben Monaten
sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat und sie danach mit den beiden
Kindern allein sitzen gelassen hat. Doch auf einmal will der reuevolle Ehemann
seine Familie zurück. Adrienne versteht die Welt nicht mehr. Um klar zu kommen
sagt sie zu, ihre Freundin zu vertreten, die eine kleine Pension in der kleinen
Küstenstadt Rodanthe führt. Ein leichter Job, denn schließlich hat sich nur ein
Gast angesagt, der in sich gekehrte Arzt Dr. Flanner (Richard Gere). Beide
kommen sich näher, denn beide haben eines gemeinsam, denn beide haben eine
schmerzhafte Erfahrung hinter sich.
Kritik
Die
Vorfreude auf den Film war relativ groß. Geschichten von Nicholas Sparks
versprechen großes Gefühlskino, das unter die Haut geht. So war es bei „Wie ein
einziger Tag“, so sollte es auch bei „Das Lächeln der Sterne“ sein, so
versprach es zumindest der Trailer. Und wer mit dieser Erwartung in den Film
gehen wird, wird zumindest im letzten Filmviertel eine Überraschung bekommen,
denn dann nimmt der Film eine Wendung, die so nicht unbedingt zu erwarten war.
Das
Lächeln der Sterne ist inzwischen der dritte gemeinsame Film von Richard Gere
und Diane Lane. Gere, inzwischen fast 60 Jahre alt, passt sein Gesicht langsam
seinen bestimmt schon seit 25 Jahren grauen Haaren an. Er ist alt geworden,
sieht auf seine charismatische Art jedoch immer noch unverschämt gut aus. Und
auch wenn er theoretisch ihr biologischer Vater sein könnte stimmt die Chemie
zwischen ihm und Diane Lane. Diese spielt die treu-sorgende Mutter in
Perfektion. Ganz groß ist sie jedoch im letzten Viertel, wo sie so viel
Emotionen in jede einzelne Szene steckt.
Natürlich
ist Das Lächeln der Sterne zunächst absolut vorhersehbar. Unsere beiden
Hauptdarsteller haben massive Probleme und treffen sich zufällig in einem
wunderhübschen alten Holzhaus direkt am Meer. Abends gemeinsames Essen, eine
gute Flasche Wein und der Sternenhimmel - es erschließt sich unweigerlich, was
uns da wohl erwarten wird. Kurioser Weise funktioniert es dennoch, weil einem
beide nicht egal sind.
Beide
sind gebrochene Seelen. Sie steht vor den Trümmern ihrer Ehe und überlegt ob
sie ihrem Ehemann eine zweite Chance geben kann. Er versucht, seinen Frieden zu
finden und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Das sind alles Sachen, die
einem selbst nur allzu bekannt vorkommen. Jüngeren Semestern wird es hier
vermutlich anders gehen, allein von der Besetzung her richtet sich der Film an
ein etwas älteres Publikum. Etwas anders geschnitten könnte man sicher auch
einen guten Werbefilm für Lebensversicherungen für Leute jenseits der 50 daraus
machen.
Überrascht
hat mich dann jedoch das Ende bzw. das letzte Viertel des Filmes, denn dann ist
es wirklich vorbei mit der Vorhersehbarkeit. Und spätestens da hat mich der
Film voll im Griff gehabt. Und das liegt zu einem ganz großen Teil an Diane
Lane und ihrer Art, wie sie Emotionen rüber bringt. Und allein dafür kann ich
jede kitschige Szene oder die eine oder andere Portion Pathos zu viel locker
verschmerzen. Wer bei dem Motto „es ist nie zu spät für eine zweite Chance“
nicht schreiend wegläuft, sollte sich ein Ticket sichern. Denn zumindest im
Film funktioniert das mit der zweiten Chance irgendwie.
Infos
Originaltitel:
Nights in Rodanthe
Kinostart:
16. Oktober 2008
FSK:
ab 6 Jahren
Länge:
97 Minuten
Jahr
2008
Genre:
Drama, Romantik
Regie:
George C. Wolfe
Buch:
Ann Peacock und John Romano nach einer Vorlage von Nicholas Sparks
Darsteller:
Richard Gere, Diane Lane, Scott Glenn, Mae Whitman, James Franco
Wertung: 6.5 / 10
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